Ticino Demm Touring, Baujahr 1956
weitere Projekte/Fahrzeuge

Triumph Spitfire 4 (MK1), Baujahr 1963
Es sind nicht nur Motorräder, für die ich meine Begeisterung zeige, sondern eigentlich alle Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Dazu gehören auch vergangene Epochen, an die ich mich besonders gerne erinnere (siehe am Schluss dieser Seite).
1991, während eines Militärwiederholungskurses – genannt WK –, entdeckte mein Bruder im schweizerischen Emmental hinter einer Garage/Scheune diesen Spitfire. Über den genauen Zustand konnten wir nur spekulieren, und dennoch entschied sich mein Bruder, diesen Triumph Spitfire 4 (MK1) zu kaufen. Anschliessend zerlegte er das Fahrzeug in der elterlichen Werkstatt vollständig in seine Einzelteile.
Nach der Zerlegung zeigte sich rasch, dass der stark verrostete Zustand eine grosse Herausforderung darstellte. Mit viel Geduld, erheblichem Aufwand und nicht zuletzt auch entsprechenden Kosten galt es, diesen Spitfire wieder fahrbereit zu machen. Infolge des Hausbaus verschwand der zerlegte Wagen jedoch erneut – für ganze neun Jahre – in Kisten und auf Paletten verpackt

Im Jahr 2000 änderte sich die berufliche Situation meines Bruders. Aufgrund der fehlenden Zeit überliess er mir den gesamten, zerlegten «Haufen» des Triumph Spitfire 4 MK1. Nach einer eingehenden Abklärung der Ersatzteilversorgung – die für englische Fahrzeuge bekanntlich sehr gut ist und vieles neu nachgefertigt wird – wagte ich mich an die Restauration. Nicht zuletzt, weil es sich um einen Spitfire der ersten Generation handelte. Diese Arbeiten sollten schliesslich ganze fünf Jahre in Anspruch nehmen.
Mit Ausnahme der Lackierarbeiten, der Pulverbeschichtungen und der Verchromerei wurde die gesamte Karosserie – trotz fehlender Vorkenntnisse – in Eigenregie geschweisst. Auch die komplette Mechanik wurde überarbeitet und wieder zusammengebaut. Während dieser fünf Jahre hörte ich nicht selten, dass daraus „nie etwas werden würde“. Gerade diese Zweifel spornten mich jedoch zusätzlich an und bestärkten mich darin, das Projekt «Spitfire» konsequent weiterzuführen und den Wagen wieder auf die Strasse zu bringen.


Im Jahr 2005 war es schliesslich so weit: Der Triumph Spitfire 4 (MK1) wurde beim Strassenverkehrsamt zur technischen Abnahme vorgeführt und erfolgreich zugelassen. Seither ist er problemlos unterwegs – wenn auch ausschliesslich in den Sommermonaten. Die Ausfahrten sind zwar selten, bereiten jedoch jedes Mal grosse Freude.

Pontiac Firebird "350cui Esprit", Baujahr 1975
Im August 2007 lernte ich anlässlich des Geburtstagsfestes eines Nachbarn den Besitzer dieses Pontiac Firebird Esprit, Baujahr 1975, kennen. Wir kamen ins Gespräch über Horex und den zuvor erwähnten Triumph Spitfire. Dabei erzählte er, dass er diesen Pontiac im Jahr 1975 als Vorführwagen gekauft habe und ihn während rund zwanzig Jahren – Sommer wie Winter – mit insgesamt etwa 300’000 Kilometern gefahren sei.
Seit 1995 stand der Pontiac nun in seiner Garage und hätte eigentlich überholt werden müssen. Aufgrund seines Alters wolle er diese Arbeit jedoch nicht mehr in Angriff nehmen und beabsichtige, das Fahrzeug in absehbarer Zeit zu verkaufen. Er nannte mir einen sehr attraktiven Preis. Zunächst hielt sich mein Interesse an einem Pontiac Firebird allerdings in Grenzen. Nach einigen Abklärungen und Überlegungen entschied ich mich schliesslich dennoch für den Kauf dieses Pontiac Firebird Esprit.
Der gesamte finanzielle Aufwand blieb überschaubar, und seither wird auch dieses Fahrzeug jeden Sommer gelegentlich ausgefahren und bereitet mir viel Freude.
Vespa GS 150 VS5T, Baujahr 1961
Meine Ausbildung als Werkzeugmacher begann ich 1978 in einem Betrieb in Oensingen, der in der Region auch für die Produktion von Druckgussteilen bekannt war. Der Vater des Direktors war Hersteller von Vergasern der Marke OBA. Als Lehrling konnte ich häufig in der Ersatzteilversorgung von Düsen und Vergaserteilen mithelfen. Dabei fiel mir immer wieder eine Vespa auf, die in einer hinteren Ecke abgestellt war. Angeblich diente sie früher sogar für Vergasertests.
Eines Tages fragte mich der Direktor meines Lehrbetriebs ganz zufällig nach meinem Wohlbefinden – und ich nutzte die Gelegenheit, ihn auch nach der Vespa 150 GS zu fragen. Zu meiner grossen Freude konnte ich diese Vespa, Jahrgang gleich meinem eigenen, kaufen. Seither besitzt sie die Strassenzulassung.
JAWA
Ducati 900SS, Baujahr 1991
Nach einigen grösseren Motorrädern der Marke Kawasaki fuhr ich einmal eine Ducati Paso. Dies führte dazu, dass ich mir ebenfalls eine Ducati Paso zulegte, die ich im Jahr 1992 gegen eine Ducati 900SS eintauschte. Schnellere Ausfahrten sind aufgrund gesetzlicher Vorschriften heute zwar selten geworden, doch steht die 900SS nun in der kleinen Sammlung meiner Söhne und ist weiterhin als Veteranenfahrzeug zugelassen.
2014 entdeckte ich dieses Moped in einer Scheune, halb unter Heu begraben. Es war weder ein Sachs noch ein Puch oder ein anderes mir bekanntes Modell. Besonders auffällig war der unbekannte Schriftzug auf dem Tank: „Ticino“.
Nach umfangreichen Nachforschungen konnte 2020 vom Demm Museum in Italien bestätigt werden, dass es sich um ein Testi-Moped mit einem Demm-Dreigang-Motor (50 ccm) aus dem Jahr 1956 handelt. Diese Mopeds wurden von einem Herrn A. Faroppa aus Chiasso in die Schweiz importiert und unter dem Eigenlabel „Ticino“ verkauft.
Die untenstehenden Bilder zeigen die Restauration, die im Januar 2021 erfolgreich abgeschlossen wurde.


JAWA CZ 354,
Baujahr 1960
Irgendwann erreicht man selbst das Veteranenalter und wird 60 Jahre jung. Von einem guten Freund und ehemaligen Nachbarn erhielt ich zu diesem Anlass ein wirklich einzigartiges Geschenk: eine JAWA CZ 354, 350 ccm, Baujahr 1960. Dieses Moped ist für mich auch eine schöne Erinnerung an meinen Vater, der früher ebenfalls eine JAWA 350 ccm fuhr.
An die Vergangenheit, an welche ich mich gerne erinnere!

Nach meinem Mazda R100 mit Wankelmotor kaufte ich nach meiner Lehrzeit diesen VW Scirocco LS (Foto). Inspiriert durch die Lektüre von Gerd Hacks „VW Tuning“ beschäftigten sich mein Bruder Urs und ich intensiv mit dem Motorumbau.
Der Motor wurde vollständig zerlegt, unnötige Masse an Schwungrad, Kurbelwelle und Pleuel entfernt und alles anschliessend bis aufs Zentelgramm ausgewogen und elektronisch gewuchtet. Neue Kolben aus einem Audi 80 GT sorgten für eine höhere Verdichtung, der Zylinderkopf wurde bearbeitet, eine spitze Nockenwelle eingebaut und eine Doppel-Weber-Vergaseranlage installiert.
Mit dem Resultat überraschten wir einige Beobachter deutlich – die Fahrleistungen des umgebauten Scirocco waren schlicht beeindruckend!
Mit meinem Audi 50 GL erzielte ich in den 1980er-Jahren mehrere Slalom- und Zeitfahr-Erfolge in der Klasse für nicht lizenzierte Fahrer:
- Oensingen 1984 – Slalom
- Zeitfahren Lignières, Ecurie Dynamic 1984
- Bure 1985 und 1986 – Zeitfahren, dazu einige zweite Ränge
- Saanen 1984 und 1985 – Slalom
- Sion 1985 – Slalom
- Romont 1985 – Slalom
Weitere Siege und gute Klassierungen kamen in dieser Zeit ebenfalls hinzu. Die damals gewonnenen Blechpokale habe ich später meinen Söhnen zum „Sandele“ gegeben – eine schöne Erinnerung an die vergangene Motorsportzeit.


